passende Tätigkeit Betriebswirt IHK
Teil 1: Wie Sie als Betriebswirt herausfinden, welche Tätigkeit tatsächlich zu Ihnen passt – oder warum Sie vielleicht lieber als Hundetrainer arbeiten sollten, anstatt als Personalreferent
1. Oktober 2017
erfolgreich sein als Betriebswirt IHK
Warum Sie sich als Betriebswirt nicht mit weniger zufrieden geben sollten, als Sie verdienen
2. Oktober 2017

Teil 2: Wie Sie als Betriebswirt eine Geschäftsidee finden, oder – wie Sie dem Hamsterrad entfliehen können

Arbeiten als Betriebswirt IHK
In unserem letzten Artikel „Wie Sie als Betriebswirt herausfinden, welche Tätigkeit tatsächlich zu Ihnen passt – oder warum Sie vielleicht lieber als Hundetrainer arbeiten sollten, anstatt als Personalreferent“, haben wir geklärt, warum Sie sich zunächst darüber klar werden sollten, was Sie wirklich im Leben wollen. Außerdem haben Sie gesehen, dass Ihnen noch anderen Möglichkeiten offen stehen, als nur eine klassische Karriere im Büro eines Konzerns. Wir gehen jetzt davon aus, dass es nicht Ihr Ziel ist, in einem Unternehmen anzufangen, sondern dass Sie sich in irgendeiner Weise selbständig machen wollen. Welche Möglichkeiten Sie dabei haben, an die Sie vielleicht noch nie gedacht haben und wie Sie eine gute Geschäftsidee finden, erfahren Sie hier.
Im letzten Teil dieser Reihe hatten Sie die Aufgabe, sich zu überlegen, wo Ihre Stärken und Interessen liegen. Sie sollten inzwischen eine Liste vorliegen haben mit möglichen Ideen.
Nun geht es daran, diese Liste auszuwerten.
Prinzip 1 Entwickeln Sie niemals Produkte oder Dienstleistungen, ohne zu wissen, dass es dafür einen Markt und einen Bedarf gibt. Seien Sie Teil Ihres Marktes und Ihrer Zielgruppe und analysieren Sie, was Ihre Zielgruppe braucht.
Prinzip 2 Welchen Nutzen bietet Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung Ihrem Kunden? Was ist das besondere an Ihrer Idee (USP), wodurch unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz?
Prinzip 3 Wenn jeder dein Kunde ist, ist niemand dein Kunde.
Wenn Sie diese drei Prinzipien berücksichtigen, werden Sie höchstwahrscheinlich erfolgreich sein.
Es ist furchtbar schwer den Menschen etwas zu verkaufen, was Sie nicht brauchen. Wer arbeitet heute noch als Fernsehtechniker, Möbelschreiner, Schuster oder Stellmacher? – Fast niemand mehr, weil der Bedarf nicht mehr da ist. Viel einfacher ist es, einen vorhandenen Bedarf zu decken. Definieren Sie daher Ihren Markt mit einer übersichtlichen Zielgruppe und finden Sie heraus, was Ihre Zielgruppe braucht. Überlegen Sie dazu, in welchen Bereichen Sie sich gut auskennen. Schrauben Sie in Ihrer Freizeit an einem Oldtimer herum und sind Sie Experte für dieses Modell? Basteln Sie gerne Grafiken am PC, nur so zum Spaß und könnten Sie das auch für andere tun? Sind Sie Experte für Videospiele und könnten Sie solche Spiele entwickeln? Haben Sie eine Begabung mit Worten, weil Sie schon seit Ihrer Kindheit lesen? Könnten Sie für andere/für sich selbst texten? Identifizieren Sie den Bereich, der sich für ein Business eignet.
Denken Sie dabei nicht zu klein, aber auch nicht zu groß. Wenn Sie Ledersitzbezüge für Autos anfertigen, ist das z.B. leichter zu vermarkten, als wenn Sie Autositzbezüge für alle Marken und in allen Ausführungen herstellen wollen. Spezialisierte Angebote lassen sich leichter bewerben und Sie haben einen definierten Kundenkreis, mit dem Sie kommunizieren müssen
.

Gründung eines klassischen Unternehmens

Je nachdem, was Sie anschließend als Ihr Ziel definiert haben, stehen Ihnen verschiedene Wege offen. Sie könnten ein klassisches Unternehmen gründen, Mitarbeiter einstellen und Dienstleistungen oder Produkte anbieten. In dem Fall müssen Sie sich um einen Businessplan, die Finanzierung, Verträge, die Rechtsform, Mitarbeiter, Räumlichkeiten und verschiedene Ämter kümmern.
Gute Informationen für den Start finden Sie z.B. unter:
https://www.existenzgruender-jungunternehmer.de/
https://www.fuer-gruender.de/
http://www.foerderland.de/
Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, oder die Kammern vor Ort wie die IHK oder die WFK liefern Ihnen Informationen und bieten Ihnen praktische Hilfestellungen. Wie Sie so etwas angehen haben Sie in der Weiterbildung zum Betriebswirt gelernt, nutzen Sie Ihr Wissen. Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg und Spaß dabei!

Wie war das mit dem Hamsterrad?

Gibt es noch andere Möglichkeiten?
Ein klassisches Unternehmen zu gründen ist eine prima Sache.
Man arbeitet nur noch für sich selbst, hat keinen nervigen Chef mehr und sagt an, wo es langgeht. So weit, so gut. Doch auf der anderen Seite, ist man als Gründer noch viel mehr eingespannt, denn als Angestellter. Geregelte Arbeitszeiten, Sicherheit, ein stabiles Einkommen, viel Freizeit für Familie und Freunde… in den wenigsten Fällen wird das der Fall sein, wenn man sich mit einem klassischen Unternehmen selbständig macht. Zumindest nicht am Anfang, in den ersten paar Jahren.
Wenn Sie davon träumen, mehr freie Zeit zu haben, die Welt zu sehen und dennoch ein stabiles Einkommen zu haben, dann sind Sie eher ein Fall für ein ortsunabhängiges, digitales Business. Das Internet hat es möglich gemacht. Sie können Ihre Qualifikationen oder auch Produkte heutzutage von überall aus verkaufen – das Einzige, was Sie dazu brauchen, ist ein Computer und eine Internetverbindung. Was Sie alles machen könnten:
Coaching via Skype und E-Mail anbieten
Freelancing, z.B. arbeiten als Texter, Web-Designer, Social-Media-Betreuer oder Virtueller Assistent
Informationsprodukte jedweder Art über eine Webseite verkaufen
Bloggen und durch Werbung oder Affiliate-Marketing Geld verdienen
Physische Produkte mit Hilfe eines minimalistischen, outgesourcten Unternehmens verkaufen
In der Weiterbildung zum Betriebswirt wird nur beleuchtet, wie Sie in klassischen Unternehmen arbeiten könnten, ob als Angestellter oder als Unternehmer. Doch es gibt noch so viele andere Chancen und Möglichkeiten, die uns offen stehen.
Wenn Sie sich in das Thema vertiefen möchten, kann ich Ihnen folgende Blogs, bzw. Bücher wärmstens empfehlen:
Die 4-Stunden Woche von Timothy Ferriss – Geld verdienen durch Musen-Produkte und dadurch mehr Freizeit und freies Leben erreichen
Lilly Koisser schreibt über Freelance-Texten und wie man davon gut leben kann: http://www.lettersblog.de/
Conni Biesalski schreibt auf Planet Backpack über das Reisen, ortunabhängiges Leben und Arbeiten. Auch sehr zu empfehlen ist ihr E-Book „Digital Unabhängig Frei – Die Kunst überall zu leben und zu arbeiten“, das Sie über Connis Homepage erwerben können: https://www.planetbackpack.de/
Auch auf der Seite von Markus Cerenak erfahren Sie viel darüber, wie Sie aus dem Hamsterrad austeigen können, indem Sie Ihre Leidenschaft zu einem Produkt oder einer Dienstleistung machen, mit der Sie Geld verdienen können: https://www.markuscerenak.com/
Was denken Sie darüber? Haben Sie sich schon mal mit den Möglichkeiten eines alternativen Lebens, fern von Businessmeetings, Jour Fix und Karriereleitern, die es zu erklimmen gilt, auseinander gesetzt? Interessiert Sie das Thema oder haben Sie andere Themen, über die Sie gerne mehr erfahren würden?
Ich würde mich über Ihre Anmerkungen sehr freuen, entweder unten in den Kommentaren oder gerne auch per E-Mail unter: info@fachbuch-betriebswirt-ihk.de
Herzlichst, Ihre
Saskia Stromitzki

1 Kommentar

  1. Liebe Saskia,
    wow, in einem Atemzug mit meinen Vorbildern genannt zu werden, bedeutet mir wirklich viel! Es freut mich, dass dir mein Blog gefällt. Danke für die Erwähnung!
    GLG Lilli

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