Arbeiten als Betriebswirt IHK
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Warum Sie sich als Betriebswirt nicht mit weniger zufrieden geben sollten, als Sie verdienen

erfolgreich sein als Betriebswirt IHK
6.30 Uhr, Montagmorgen. Schon wieder.
Das Wochenende geht im Flug vorüber und schon klingelt wieder der Wecker.
Sie müssen zur Arbeit, sich mit Kunden und Kollegen herumschlagen und nebenbei noch Ihren Chef bei Laune halten. Nur noch einmal umdrehen…
6.50 Uhr. Wenn Sie jetzt nicht aufstehen, kommen Sie zu spät. Auf geht´s, hilft ja nichts.
9.15 Uhr, auf der Arbeit und die Mittagspause ist noch weit, weit weg. Ihr Chef platzt ins Büro und schreit Sie an, offensichtlich fehlen ihm irgendwelche Unterlagen. Sie entschuldigen sich, obwohl Sie eigentlich gar nicht dafür verantwortlich sind und versprechen, sich schnellstens darum zu kümmern. Er rauscht türenschlagend hinaus, natürlich ohne Danke zu sagen.
9.20 Uhr, die Mittagspause ist immer noch nicht näher.
Wann ist wieder Wochenende?!
Kennen Sie das?
Schrecklich, oder?
Wenn Sie zu meinen Lesern gehören, gehe ich davon aus, dass Sie mich irgendwie über das Stichwort Betriebswirt gefunden haben. In dem Fall sind Sie ein Macher, jemand der losgeht und sich weiterbildet. Der viel Zeit, Energie und Geld in sich selbst investiert, um mit seiner Ausbildung beruflich weiterzukommen und seine Lebensziele zu verwirklichen.
Wenn Sie sich in dem Szenario oben wiedergefunden haben, sollten Sie ganz schnell etwas an Ihrer Situation verändern, bevor Sie sich selbst verheizen. Viele Dinge lassen sich mit Humor ertragen, aber nicht alle Dinge. Sein Leben an einen Job, eine Firma oder einen Chef zu verschwenden, der einen auf Dauer unglücklich macht, ist eine Missachtung des eigenen Wertes.
Sie sollten sich mehr wert sein, als das.

Sind Sie ein Gefangener der Umstände?

George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, Politiker und Pazifist sagte einmal:
„Die Leute machen immer die Umstände für das verantwortlich, was sie sind. Ich glaube nicht an Umstände. Die Menschen, die in dieser Welt vorankommen, stehen auf und suchen die Umstände, die sie wollen, und falls sie diese nicht finden können, erschaffen sie sie.“
Warum tun Sie sich das also an?
Sie haben eine breite Ausbildung, Durchhaltevermögen, persönliche Stärke, Sie sind belastbar und können sich selbst motivieren.
Sie haben alles was es braucht, um erfolgreich zu sein.
Lassen Sie sich nicht von Firmen oder Chefs verheizen, die Sie nicht wertschätzen.
Viele junge Menschen haben Angst, einen Bruch in ihrem Lebenslauf zu haben, wenn sie in einer Firma anfangen und nach kurzer Zeit schon wieder dort aufhören. Aber ist es das wert, sich nur wegen seines Lebenslaufs jahrelang auf die Arbeit zu schleppen und nur mittelmäßige Leistungen dort zu erbringen? Wäre es nicht besser, Sie würden stattdessen schnellstmöglich etwas anderes tun, eine Sache, bei der Sie ausgezeichnet sind?
Ich persönlich zog nach dem Abitur und einer Ausbildung als Kauffrau im Einzelhandel, die ich aus familiären Gründen machte, von Niedersachsen nach Bayreuth, um ein Studium im Bereich BWL anzuhängen. Obwohl ich mich gründlich informiert hatte, habe ich unterschätzt, wie mathematisch-theoretisch das Studium tatsächlich ist. Ich habe genau 6 Wochen durchgehalten. In der Zeit habe ich mich unglaublich unwohl gefühlt, bis hin zu massiven gesundheitlichen Beschwerden. Dann habe ich das Ganze an den Nagel gehängt.
Wäre es nicht ein Zeichen von Stärke gewesen, durchzuhalten und sich 5 Jahre da durchzukämpfen, bis zum Master-Abschluss?
Meiner Meinung nach nicht, nein.
Friedrich Wilhelm Nietzsche sagte:
„Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.“
Ich hätte mich vielleicht irgendwie da durchkämpfen können. Ich wäre mit mittelmäßigen Ergebnissen aus dem Studium hervorgegangen.
Und dann?
Wer heute BWL studiert, muss herausragend sein, um danach einen Job zu finden, denn unglaublich viele Menschen studieren BWL. Die Arbeitgeber suchen sich die Top-Leute aus.
Also habe ich das Studium hingeschmissen, bevor zu viel Zeit vergeht und ich tatsächlich eine riesige Lücke im Lebenslauf habe. Wobei der Gedanke an meinen Lebenslauf sehr nebensächlich war – ich wollte mich schlicht nicht jahrelang zu etwas zwingen, was mich unglücklich macht.
Stattdessen habe ich wieder angefangen in meinem erlernten Beruf zu arbeiten, habe Erfahrung als Führungskraft gesammelt und mich nebenberuflich zum Handelsfachwirt und später zum Betriebswirt weitergebildet. Ich habe auf diesem Weg ausgezeichnete Leistungen erbracht und jeden Abschluss mit Auszeichnung bestanden.
Heute bin ich selbständige Unternehmerin, wurde von der IHK Bayreuth als Prüferin engagiert und schreibe für Sie Fachbücher über die Weiterbildung zum Betriebswirt IHK.
Ich möchte mich hier nicht brüsten mit meinen Leistungen und zeigen, wie toll ich bin.
Stattdessen möchte ich Ihnen sagen – es geht auch anders.
Ich habe mein Ziel – einen herausragenden Abschluss in einer wirtschaftlichen Weiterbildung zu erreichen – nie verändert, wohl aber den Weg dorthin. Es gibt nicht nur einen richtigen Weg.
Ich habe mir Umstände erschaffen, in denen ich herausragend sein konnte – eine Weiterbildung, die auf praktischen Prinzipien beruht. Warum sollte ich mathematische Theorien auswendig lernen, nur weil mein Professor darauf steht? In der Praxis braucht die niemand.
Seien Sie sich also mehr wert. Finden Sie ein Umfeld, in dem sie herausragend sind. Stehen Sie morgens mit Freude auf und haben Sie Spaß an dem, was Sie tun.
Und wenn Sie nicht an einem Schreibtisch glücklich werden, in einem Job in dem Ihnen alles vorgegeben wird und Sie von 9-5 Ihre Lebenszeit vertrödeln – es gibt genug Dinge, die Sie stattdessen tun können. Auch dazu finden Sie in diesem Blog Anregungen. Egal was Sie tun – seien Sie immer mit dem ganzen Herzen dabei.
Herzlichst, Ihre
Saskia Stromitzki

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