Betriebswirt IHK Buch
Wie schwer ist der Betriebswirt IHK?
6. November 2017
Lernstrategien, Lerntechniken, Betriebswirt IHK
Gute Lernstrategien Teil 2 – Mindmapping
7. November 2017

Gute Lernstrategien Teil 1 – die Pomodore-Technik

Lernstrategien, Lerntechniken, Betriebswirt IHK
In unserer Artikelserie zum Thema Lernstrategien werfen wir in unserem ersten Artikel der Reihe einen genaueren Blick auf die Pomodore-Technik, die der Italiener Francesco Cirillo erfunden hat.
Die Pomodore-Technik hilft beim Zeitmanagement und sorgt dafür, dass Sie absolut fokussiert arbeiten können. Bei dieser Technik werden Zeiteinheiten von 25 Minuten gebildet, in denen Sie eine Aufgabe konzentriert abarbeiten, um anschließend 5 Minuten Pause einzulegen. Pomodore heißt auf Italienisch Tomate, sodass wir in der deutschen Übersetzung eigentlich von der Tomaten-Technik sprechen. Hintergrund ist, dass Cirillo zur Zeiteinteilung eine Eieruhr benutzte, die in Form und Farbe einer Tomate entsprach und bei der Namensgebung Pate stand.

Diese Technik lässt sich natürlich nicht nur beim Arbeiten einsetzen, sie hilft Ihnen auch beim Lernen.

Wenn Sie diese Technik einsetzen, haben Sie die Möglichkeit, in kurzen Zeiteinheiten hochkonzentriert etwas zu Lernen, um sich und Ihrem Gehirn anschließend 5 Minuten Erholungspause zu gönnen. In dieser Zeit können Sie aufstehen, sich etwas zu trinken holen, an die frische Luft gehen, oder einfach nur die Augen schließen und sich für ein paar Minuten entspannen.
Anschließend folgt die nächste 25-Minuten-Einheit. Nach 4 Lerneinheiten folgt eine längere Pause von etwa 30 Minuten.
Sie sollten sowohl in diesen kurzen Arbeitsphasen, als auch in den kurzen Pausen sämtliche Störfaktoren vermeiden. Damit meine ich eingehende Anrufe, WhatsApp-Nachrichten, Facebook Mitteilungen, usw. Schalten Sie am besten das Handy und die automatischen Benachrichtigungen über den PC, über eingehende Mails oder Facebook-Aktualisierungen, aus. In den längeren Pausen können Sie einen kurzen Blick darauf werfen, wenn es Ihnen sehr wichtig ist, aber verbringen Sie nicht die ganze Pause damit. Ihr Gehirn braucht eine richtige Phase zum Abschalten und um das eben Gelernte abzuspeichern. Wenn Sie sich direkt wieder ablenken, lernen Sie weniger effektiv

Müssen genau 25 Minuten eingehalten werden?

Wenn Sie diese Technik anwenden, können Sie sich oft motivieren, auch unangenehme Aufgaben anzugehen, z.B. etwas auswendig zu lernen, das Ihnen schwer fällt. Denn das Ende dieser unangenehmen Arbeit steht von vornherein fest, das steigert die Motivation, überhaupt damit anzufangen. Wenn Sie nach 25 Minuten noch voll dabei sind, quasi „im Flow“, müssen Sie nicht zwingend unterbrechen, Sie können direkt die nächste Zeiteinheit anhängen. Gönnen Sie sich aber dennoch regelmäßige Pausen, denn sie sorgen für eine bessere Leistungsfähigkeit.
Das heißt also, Sie können selbstverständlich auch andere Zeitabstände wählen, als die 25 Minuten. In vielfachen Tests hat sich aber gezeigt, dass diese Zeiteinheiten optimal sind. Wenn Sie möchten, können Sie jede Art von Uhr nehmen, die Sie nicht zu sehr ablenkt, um das Ende der Lerneinheit absehen zu können. Zum Beispiel eine Eieruhr, oder eine Sanduhr, wenn Sie das Ticken ablenkt. Sie können mit ein bisschen Übung auch nach Ihrem Zeitgefühl arbeiten. Immer wenn Sie merken, dass Ihre Konzentration erheblich nachlässt, machen Sie 5 Minuten Pause, um sich neu zu fokussieren.
Insgesamt kann Ihnen diese Technik sehr dabei helfen, der Aufschieberritis entgegen zu wirken und auch unangenehme Lernthemen anzugehen. Probieren Sie es einmal aus! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Lernen!
Herzlichst,
Ihre Saskia Stromitzki

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.