Lernstrategien, Lerntechniken, Betriebswirt IHK
Gute Lernstrategien Teil 1 – die Pomodore-Technik
7. November 2017

Gute Lernstrategien Teil 2 – Mindmapping

Lernstrategien, Lerntechniken, Betriebswirt IHK
In Teil 2 unserer Artikelserie zum Thema Lernstrategien werfen wir heute einen genaueren Blick auf das Thema Mindmapping.
Viele Lehrer verlangen von ihren Schülern in der Schule, dass sie mit Mindmaps arbeiten.
Vermutlich ist das der Grund, warum kaum jemand später tatsächlich Mindmaps benutzt.
Wir verbinden einen gewissen Zwang damit und fühlen uns in unsere Schulzeit zurückversetzt. Das gleiche Gefühl kommt oft auf, wenn wir in Gruppen zusammenarbeiten sollen, oder es darum geht, eine Präsentation zu halten. Wir fühlen uns zurückversetzt und je nachdem, ob wir gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, sind wir bereit uns darauf einzulassen oder auch nicht.
Tatsächlich kann Mindmapping Ihnen dabei helfen, schneller und effektiver zu lernen.
Ich selbst habe den Betriebswirt IHK in Vollzeit absolviert und saß Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr im Präsenzunterricht. Ich hatte einen großen DIN A3 Block dabei und eine Sammelmappe. Auf diesem Block habe ich mitgeschrieben – als Mindmap.
Am Anfang wurde ich von meinen Studienkollegen ein bisschen komisch angeschaut, aber dann waren alle nur noch neugierig. Während meine Kollegen viele Ordner gefüllt haben und sich anschließend wieder Schaubilder und Zusammenfassungen machen mussten, um die Zusammenhänge zu sehen, habe ich eine direkte Übersicht durch meine Mindmaps gehabt. Das hat es mit sehr leicht gemacht, zu lernen und mir viel zusätzliche Arbeit erspart.
Schauen wir uns einmal genau an, wie eine Mindmap funktioniert, dann verstehen Sie schnell, warum Sie Ihnen ein wirklich gutes Hilfsmittel sein kann.

Wie funktioniert Mindmapping?

Das ist das klassische Grundgerüst einer Mindmap. Den Kreisen der Ebene 2 würden Sie nun weitere Äste hinzufügen und diesen wieder Äste. Etwa bei Mindmapping wie es funktioniert, für wen und für was es sich eignet, wie man dabei vorgeht, usw.
Sie sollten mit verschiedenen Farben arbeiten, um den grafischen Effekt zu verstärken, so wie ich vier verschiedene Blautöne verwendet habe. Ein Thema wird dann immer mit dieser einen Farbe dargestellt. Das kann dann z.B. so aussehen:
Unser Gehirn reagiert sehr gut auf grafische Darstellungen. Wir verknüpfen die Informationen besser und können uns z.B. in einer Prüfung leichter daran erinnern. Denn man kann die verschiedenen Äste vor seinem inneren Auge sehen und ihnen bis zu den Informationen folgen, die man für die Prüfungsfrage braucht. Das gilt insbesondere bei farblichen Darstellungen.
Es gibt diverse kostenpflichtige und kostenlose Computerprogramme, mit denen sich Mindmaps erstellen lassen. Diese haben oft viele Funktionen, z.B. lassen sich den verschiedenen Ästen Symbole zuordnen.
Ich persönlich empfehle Ihnen dennoch, per Hand zu arbeiten.
Denn wenn Sie einen Weiterbildungskurs besuchen, werden Sie vermutlich nicht direkt am PC mitschreiben, sondern zunächst per Hand. Später müssten Sie alles in den PC übertragen, um aus Ihren Notizen eine Mindmap zu machen. Sehr viel zusätzlicher Aufwand, den Sie sich wahrscheinlich nicht dauerhaft machen werden. So schläft diese gute Technik nach und nach wieder ein und Sie schreiben nur noch normal per Hand mit.
Außerdem haben die Wenigsten einen A3-Drucker zu Hause, sodass Sie ein winzig kleines Format bekommen würden, das Sie mit der Lupe lesen müssten, wenn Sie mit DIN A4 arbeiten.
Fazit: Ich kann Ihnen nur empfehlen, dass Sie diese Technik für sich ausprobieren. Besorgen Sie sich einen A3 Zeichenblock mit etwas dickerem Papier, einige Filz- und Bundstifte und los geht´s. Was haben Sie zu verlieren? Ich hatte hervorragende Prüfungsergebnisse – vor allem deswegen, weil ich konsequent mit Mindmaps gearbeitet habe und mir das Lernen leicht gemacht habe.
Sie sollten sich auch nicht darum scheren, ob Ihre Studienkollegen Sie vielleicht belächeln, weil Sie der einzige Student sind, der mit einer Zeichenmappe unter dem Arm zum Unterricht geht, während alle anderen ihre dicken Ordner mitschleppen. Was interessiert Sie die Meinung der anderen? Es geht nur um Ihren eigenen Erfolg – probieren Sie es eine Zeit lang aus! Friedrich Hebbel, ein deutscher Dramatiker und Lyriker hat einmal gesagt:

„Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein, als ein rundes Nichts.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß und Erfolg, wenn Sie diese Lernmethode ausprobieren!
Herzlichst,
Ihre Saskia Stromitzki

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.